Trailrunnerin Ricarda Alt im Interview

Ricarda ist begeisterte Trailrunnerin und TZAMPAS Fan der ersten Stunde. Wir haben sie zum Interview getroffen und sie zu Ihren Erfolgen, Zielen und Trainingstipps befragt.

Ricarda, stell dich doch mal vor. 

Ich bin Ricarda und lebe derzeit in Berlin. Laufen ist meine Leidenschaft und ich liebe die Berge. Im Trailrunning habe ich beides gefunden. Neue Trails und die Natur entdecken, abseits vom Alltag, sich selbst als Mensch kennenlernen und an seine Grenzen gehen – das fasziniert mich beim Trailrunning.

Ultratrail Zieleinlauf
Gipfelkreuz Running Ricarda

Seit wann bist du schon im Laufsport aktiv?

Ich habe mit meinem Vater angefangen zu laufen. Als ich noch ein Kind war, habe ich ihn immer auf meinem Fahrrad begleitet. Dann sagte ich eines Tages: “Heute laufe ich mit dir.” Das war für mich der Startschuss zum Laufen. Außerdem waren wir früher oft in den Bergen unterwegs, und wir machen das heute noch einmal im Jahr gemeinsam.

Aktiv war ich also schon immer, und das Laufen hatte für mich stets einen großen Stellenwert. Anfang 2018 ging es dann aber richtig los, und seit 2019 liegt mein Fokus hauptsächlich auf Trailrunning.

Was war deine größte Running-Challenge bisher?

Der U.TLW in Lam im Oktober 2021 mit 54 km und 2.600 Höhenmeter – technische Trails, wunderschöne Natur, eine grandiose Orga und die liebevollsten Helfer EVER.

Aber hart! Leute, was soll ich sagen? Ich bin einen „ganzen Arbeitstag“ gelaufen. Dabei habe unzähliges durchlebt, bin durch Höhen und Tiefen gegangen – wie zum Beispiel ein Sturz bei Km 17, helfende Hände, Gespräche auf einer Wellenlänge „unter Läufern“.

Und eines merkt euch: Wenn es heißt, es geht jetzt nur noch 7 km bergab ins Ziel, dann können es auch das die schlimmsten 7 km des ganzen Laufes sein. HOLY TRAIL – 7 km „bergab“ heißt beim U.TLW eher: bergauf, bergab auf den schmalsten Trails, die man finden konnte, gespickt mit Felskletterei, garniert mit Wurzeln hoch 1.000 und Steinstufen, die für Murkels wie mich zu hoch sind. Der anschließende Zieleinlauf auf der Tartanbahn war dann mein persönliches Highlight. Einfach nur geil.

Wie sieht dein Trainingsplan aus?

Mein Plan ist wöchentlich strukturiert und individuell von meinem Trainer auf mich abgestimmt. Ich gebe ihm spätestens Sonntag Bescheid, wie die Trainingswoche verlief und wie meine kommende Woche aussieht, ob ich Termine oder im Gegenzug viel Zeit habe. Im Anschluss erstellt er mir – langfristig im Hinblick auf mein nächstes Ziel – meinen Plan.

Derzeit habe ich montags zum Beispiel meist Mobilitäts- und Athletik Training direkt mit meinem Trainer in einer kleinen Gruppe. Das ist total wichtig, denn die Kraft und Stabilität brauchen wir auch für das Laufen, um ggf. einseitige Belastungen auszugleichen.

Sonst stehen unter der Woche eher klassische Runs sowie eine schnelle Track-Einheit auf dem Plan. Intervalle dürfen ja auch nicht fehlen, um an der Schnelligkeit zu feilen. Freitags geh ich meist ins Gym, bevor es am Wochenende richtig knackig wird. Eine lange Einheit am Samstag im Gelände und eine “noch längere” Einheit (der sogenannte Longrun) am Sonntag bereiten mich auf diese Wettkampf-Distanzen vor.

Grundsätzlich sammle ich in meinem Plan viele Kilometer. Das liegt aber auch an meinem Ziel – die Ultradistanzen auf dem Trail.

Runnerin mit Riegel
Ausblick auf die Alpen
Gipfelkreuz im Winter

Wie bereitest du dich auf Wettkämpfe vor?

Ich schaue mir schon Wochen vor dem Wettkampf die Strecke und vor allem das Höhenprofil an. Ich versuche es mir irgendwie einzuprägen. Das ist ganz besonders wichtig – denn zu wissen, wann die harten Anstiege kommen, wo man ballern kann – das ist essentiell. Perfekt ist es natürlich, wenn man eine Woche vor dem Race schon vor Ort ist und die Strecke, ggf. auch in mehrere Teile gesplittet, ablaufen kann. Dann fühle ich mich wirklich gut vorbereitet.

Eine Woche vorher fahre ich das Trainings-Pensum aber grundsätzlich runter, um optimal ausgeruht an den Start zu gehen.

Ich rate allen auch, vor Wettkämpfen das Essen und Trinken während eines Laufs „zu üben“. Was verträgt man gut, was geht gar nicht? Ich habe zum Glück einen sehr unempfindlichen Magen und kann daher (fast) alles essen – auch während des Laufens. Aber ihr wisst ja, wo ihr den perfekten Riegel bekommt. Die Tzampas-Riegel kleben, stauben und schmilzen nicht, sind super essbar während des Laufens und schmeeeecken einfach nur gut.

Und sonst: Training Training Training – natürlich laut meines Plans.

Hast du irgendwelche Tipps für Runner:innen aus unserer Community?

Na klar! Meine drei Top-Tipps, die ich immer wieder gerne mitgebe:

1. Lauft auch mal außerhalb eures normalen Wohlfühltempos. Nur so setzt ihr eurem Körper neue Reize und macht das Training abwechslungsreich. Hier reichen schon ein paar Fahrtspiele (z.B. 1 km schnell, 1 km langsam), Bergsprints oder auch einfach mal das Laufen abseits von befestigten Wegen.

2. Gönnt euch auch mal Ruhe! Nichts ist wichtiger als eine gute Regeneration. Denn nur in den Pausen werden wir “besser”, da hier der Körper die Zeit  bekommt, auf die gesetzten Trainingsreize zu reagieren und sich anzupassen.

3. Macht Krafttraining und Mobility! Es verbessert eure Fitness. Ihr könnt besser länger laufen, und vor allem beugt ihr Verletzungen vor. Wenn die Haltung und Muskulatur leiden, steigt schließlich auch die Verletzungsgefahr beim Laufen.

 

Welche Ziele hast du dir für dieses Jahr gesteckt?

Mein erstes Ziel bzw. das von mir sehnlich erwartete erste größere Laufevent 2022 ist der K65 beim Innsbruck Alpine Trailrun Festival – das sind 62 km und 1.700 Höhenmeter. Und die will ich natürlich möglichst schnell laufen.

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